Infoscience

Conference paper

Ein Endophänotyp der Schizophrenie korreliert mit kognitiver Desorganisation, nicht aber mit positiver und negativer Schizotypie in Gesunden

Einleitung: Schizophrene Patienten haben Defizite in der visuellen Rückwärtsmaskierung. Diese Defizite sind i) spezifisch für das Schizophreniespektrum und ii) zeichnen sich durch reduzierte Amplituden im EEG (global field power) aus. Visuelle Rückwärtsmaskierung wird als Endophänotyp der Schizophrenie diskutiert. Wir untersuchten diese Verhaltensdefizite in Abhängigkeit der Schizotypie in Gessunden, um herauszufinden, welche Dimension der Schizotypie am stärksten mit diesen Defiziten in Zusammenhang gebracht werden kann. Methode: Wir untersuchten visuelle Rückwärtsmaskierungin einer Reihe von Studien. Wir erhoben ebenfalls die Fehlerrate in einem weiteren möglichen Endophänotypen, dem Wisconsin Card Sorting Test (WCST). Diskussion/Ergebnisse: Defizite in der visuellen Rückwärtsmaskierung waren in gesunden Probanden mit erhöhten Werten in der Kognitiven Desorganisation zu beobachten. Es wurden keine Zusammenhänge mit positiver und negativer Schizotypie festgestellt. Interessanterweise fanden wir auch in Gesunden mit erhöhten Werten in der Kognitiver Desorganisation eine reduzierte global field power. Die Fehlerrate im WCST war über die Studien hinweg uneinheitlich mit den Schizotypiewerten in Verbindung zu bringen. Diese Befunde bestätigen bisherige Hinweise, dass visuelle Rückwärtsmaskierung ein vielversprechender Endophänotyp darstellt und deuten darauf hin, dass Kognitive Desorganisation ein psychopathologischer Risikofaktor darstellen könnte.

    Reference

    • EPFL-CONF-203815

    Record created on 2014-12-17, modified on 2016-08-09

Fulltext

  • There is no available fulltext. Please contact the lab or the authors.

Related material